Personalberatung auf zwei Ebenen

Eine Personalberatung und -begleitung von Diakoninnen und Diakonen auf zwei Ebenen ermöglicht kontinuierliche Reflexionsmöglichkeiten und die Initiierung von PE-Prozessen. Die folgende Übersicht veranschaulicht dies.

 

Personalentwicklungsgespräche

Auf Ebene der Dienstgeber ist im Raum der Landeskirche in Württemberg jährlich mit jeder Mitarbeiterin / jedem Mitarbeiter ein PE-Gespräch zu führen (Vgl. Personalentwicklungsverordnung - PEVO). Zielsetzung des PE-Gespräches ist es die Fähigkeiten der Mitarbeitenden zu erkennen und zu erhalten und sie in Bezug auf die konkreten Anforderungen und Bedarfe des Dienstgebers und der Landeskirche zu begleiten und zu fördern.

Zuständig für die Durchführung des PE-Gespräches ist die jeweilige Dienstaufsicht. Es ist vertraulich und endet mit einer gemeinsamen Zielvereinbarung für die kommenden 12 Monate. Bei geteilter Dienst- und Fachaufsicht ist es wichtig im Vorfeld des Gespräches zu überlegen, wie die Fachaufsicht einbezogen werden kann, bzw. welche Informationen aus dem Gespräch an diese weitergeben werden dürfen.

Im Raum der Diakonie gibt es abhängig vom jeweiligen Anstellungsträger unterschiedliche Begrifflichkeiten und Zielsetzungen für die PE-Gespräche (z.B. Jahresgespräche, Mitarbeiterjahresgespräche, Zielgespräche u.a.). Bitte gehen Sie für weitere Informationen auf Ihren direkten Dienstvorgesetzten oder die Personalabteilung zu.

Beispiele für PE-Maßnahmen aus dem Diakonat

Nachfolgend finden Sie einige in der Landeskirche etablierte PE-Maßnahmen mit Beispielen aus dem Diakonat. Hintergründe über die einzelnen PE-Maßnahmen wie z.B. eine Checkliste zur Chancengleichheit finden Sie auf der Homepage www.personal-und-kirche.de

Beispiele für individuelle PE-Maßnahmen

  • add Arbeitsplatzanreicherung

    Der Dienstauftrag des Gemeindediakons wird zeitlich begrenzt, um die Leitung der nächsten Vesperkirche erweitert.

  • add Coaching

    Eine Jugendreferentin wird geschäftsführende Referentin eines großen Jugendwerks und erhält im ersten Jahr als Führungskraft Coaching.

  • add Flexible Arbeitszeiten

    Eine Gemeindediakonin, die zwei schulpflichtige Kinder hat, kann durch flexiblere Arbeitszeiten die Familienarbeit mit ihrem Dienstauftrag vereinbaren.

  • add Hospitation

    Ein Diakon im Sonderdienst soll ein landeskirchliches Festival organisieren und hospitiert dazu bei Verantwortlichen, die vergleichbare Veranstaltungen in anderen Landeskirchen durchführen.

  • add Mentoring

    Eine Diakonin in der Diakonischen Bezirksstelle wird im ersten halben Jahr nach Übernahme der neuen Aufgabe durch eine erfahrene Kollegin des Kreisdiakonieverbandes begleitet.

  • add Sonderaufträge / Vertretungen

    Ein Religionspädagoge, der Studienleiter werden möchte, übernimmt zur Erprobung während der Elternzeit der Stelleninhaberin deren Aufgaben.

Beispiele für organisationsbezogene PE-Maßnahmen

  • add Aufgabenrotation

    Eine beim Kirchenbezirk angestellte Gemeindediakonin bearbeitet wechselnde diakonische Projekte in verschiedenen Kirchengemeinden.

  • add Stellenrotation

    u.a. klassischer Stellenwechsel

  • add Supervision

    Bei den Dienstbesprechungen der Gemeindediakoninnen und Gemeindediakone kommt es immer wieder zu Konflikten. Deshalb soll eine Teamsupervision in Anspruch genommen werden.

  • add Workshops

    Ein Jugendreferent begeistert sich für Kirchenführungen und wird zu einem landeskirchlichen Kongress zum Thema "Kirchenräume für neue Zielgruppen erschließen" entsandt. Mit den neuen Erkenntnissen soll er im Kirchenbezirk eigene Workshops für Ehrenamtliche durchführen.

Personalberatung durch Beauftragte im Diakonat (Landeskirche)

Auf Ebene der Landeskirche gibt es für alle Berufsgruppen im Diakonat eine zugeordnete Beauftragte, einen zugeordneten Beauftragten. Diese sind wenn die Perspektiven vor Ort beim Dienstgeber ausgeschöpft sind, die zentralen Ansprechpersonen. Sie beraten Diakoninnen und Diakone und ggfs. ihre Vorgesetzten bei:

  • fachlichen Fragen
  • berufsbiogragischen Fragen
  • bei der Planung von umfangreichen Weiterbildungen im Rahmen des PE-Fonds Diakonat.

Dabei nehmen sie immer das gesamte System in den Blick und versuchen durch die Beratung die Interessen von Landeskirche, Dienstgeber und Diakonin / Diakon und damit das Miteinander von Personal- und Organisationsentwicklung in den Blick zu nehmen.

Durch einen regelmäßigen Austausch der Beauftragten untereinander und mit der Referatsleitung des Referates Diakonat im Oberkirchenrat können auch berufsgruppenübergreifende Entwicklungen gut in den Blick genommen und begleitet und ein vergleichbarer Beratungsstandard erreicht werden.

Beauftragte der Berufsgruppen im Diakonat

  • add für Diakoninnen und Diakone in Sonder- und Seelsorgediensten und Diakoninnen und Diakone außerhalb von Kirche und Diakonie

    Frau Kirchenrätin Elvira Feil-Götz

    Referatsleiterin des Referats Diakonat im Ev. Oberkirchenrat Stuttgart

    Tel.: 0711 2149 526

    Mail: elvira.feil-goetzdontospamme@gowaway.elk-wue.de

     

     

  • add für Jugendreferentinnen und Jugendreferenten

    Herr Diakon Helmut Häußler

    Personalreferent im Werks- und Personalbereich des Ev. Jugendwerks in Württemberg

    Tel.: 0711 9781 356

    Mail: helmut.haeusslerdontospamme@gowaway.ejwue.de

     

     

  • add für Diakoninnen und Diakone in Diakonischen Einrichtungen und Diensten

    Frau Diakonin Christina Köster

    Zentrum Diakonat

    Tel.: 07141 9745 324

    Mail: christina.koesterdontospamme@gowaway.zd.elk-wue.de

     

     

  • add für Religionspädagoginnen und Religionspädagogen

    Herr Kirchenrat Ulrich Ruck

    Referent für Religionsunterricht an Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) im Ev. Oberkirchenrat Stuttgart

    Tel.: 0711 2149 290

    Mail: ulrich.ruckdontospamme@gowaway.elk-wue.de

     

     

  • add für Gemeindediakoninnen und Gemeindediakone

    Frau Diakonin Ute Schütz

    Zentrum Diakonat

    Tel.: 07141 9745 322

    Mail: ute.schuetzdontospamme@gowaway.zd.elk-wue.de

     

     

Haus Respiratio / Krisenintervention

Das Haus Respiratio ist ein Therapiezentrum für kirchliche Mitarbeitende, wird von den drei evangelischen Landeskirchen in Baden, Bayern und Württemberg gemeinsam unterhalten und befindet sich auf dem Schwanberg in Rödelsee (Bayern). Mitarbeitende, die mit beruflichen oder persönlichen Belastungssituationen konfrontiert sind, haben hier die Möglichkeit neuen Atem zu schöpfen, zur Ruhe zu kommen und die belastenden Probleme zu bearbeiten. Der Aufenthalt beträgt i.d.R. fünf oder sechs Wochen. Das genaue Aufnahmeverfahren regelt das Rundschreiben und die dazugehörige Checkliste.

Ansprechpartnerin für einen Aufenthalt oder Beratung ist in der Ev. Landeskirche in Württemberg Frau Kirchenrätin Elvira Feil-Götz.